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Konzeption, Evangelisch-Lutherischer Kindergarten Trautskirchen

Evang.- Luth. Kindergarten Trautskirchen
Rathausplatz 3
90619 Trautskirchen
09107 564
kiga(dot)trautskirchen(at)web(dot)de

Hallo und herzlich willkommen,

Sie interessieren sich für unsere Konzeption und möchten gerne mehr über unsere Einrichtung erfahren? Das freut uns!

Unser Kindergarten liegt in der Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde, vertreten durch Herrn Pfarrer Hermann Ruttmann und die Damen und Herren des Kirchenvorstandes.

Mein Name ist Edith Pickel, ich bin ausgebildete Erzieherin und leite den Kindergarten seit Juni 2006. Insgesamt gehören zu unserem Team noch zwei weitere Erzieherinnen, ein Erzieher und zwei Kinderpflegerinnen. Die bunte Mischung unseres Teams, ein männlicher Kollege, jüngere und auch erfahrene Kräfte, findet sich in unserer Arbeit und unseren Aktionen wieder.

Wir gestalten regelmäßig Familiengottesdienste, sind bei Festen und Aktionen unserer Gemeinde mit eingebunden und bereichern das Leben in unserer Gemeinde mit unserer Öffentlichkeitsarbeit.

Von links:
Daniela Stroehl
(Erzieherin Teilzeit), Michael Hecht (Erzieher Teilzeit), Edith Pickel (Erzieherin Teilzeit / Leitung), Yvonne Schroll (Erzieherin Vollzeit), Monika Blümlein (Kinderpflegerin Teilzeit), Karin Lieret (Kinderpflegerin Teilzeit)

Inhalt

 

 

1. Organisatorische Konzeption
1.1 Zielgruppen unserer Einrichtung
Wir betreuen Kinder ab dem 1. Lebensjahr bis zur Einschulung.

Unsere Einrichtung ist integrativ und wir nehmen Kinder mit Handicaps auf, wenn die Rahmenbedingungen gegeben sind.

Zusätzlich bieten wir für Kinder bis 8 Jahren eine nachschulische Betreuung am Nachmittag an.

1.2 Bedarfssituation im Einzugsgebiet
Unsere Einrichtung befindet sich in einer ländlich strukturierten Gemeinde. Junge Familien pendeln zur Arbeitsstelle. Eine Umfrage hat ergeben, dass Betreuungsbedarf für Kinder ab 1 Jahr besteht.

1.3 Gesetzliche Grundlagen
Durch die Förderung des Freistaates Bayern sind wir in unserer Tätigkeit dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan verpflichtet. Gesetzliche Grundlagen befinden sich im SGB VIII, und im KJHG (Kinder und Jungendhilfe Gesetz).

1.4 Rechtsträger
Evangelische Lutherische Kirchengemeinde
Hans- Böckler Straße 4
90619 Trautskirchen

1.5 Mitarbeitende
Eine staatlich anerkannte Erzieherin in Teilzeit, Leitung des Kindergartens
Eine staatlich anerkannte Erzieherin in Vollzeit
Eine staatlich anerkannte Erzieherin in Teilzeit
Ein staatlich anerkannter Erzieher in Teilzeit
Zwei staatlich geprüfte Kinderpflegerinnen in Teilzeit

1.6 Gebäude und Außenflächen
Hier sehen Sie den Eingangsbereich des Kindergartens und den Garten, mit Schaukelanlage, Rutsche und Klettergerüst.

Raumkonzept

Garderobenbereich, jedes Kind findet hier seinen eigenen Platz

Der Gruppenraum der U3- Kinder ist ausgestattet mit Bewegungs- und Spielmaterial, bietet den Kindern genügend Raum zum Toben und Rückzugsmöglichkeiten zum Kuscheln.

Ruhe- und Schlafraum der jüngeren Kinder.

Der Gruppenraum der Sternenkinder bietet eine Bau- und Puppenecke für Rollenspiele, einen Kreativtisch zum Malen, Basteln und Formen, Platz für Puzzle, Lege- und Zuordnungsspiele sowie eine Bücherecke mit den Lieblingsbüchern der Kinder. 

Badbereich mit Wickelmöglichkeit

Garderobenbereich der Sonnenkinder

Der Gruppenraum der Sonnenkinder mit Puppenecke und darüber eine Ideenecke auf der zweiten Ebene. Die Bauecke bietet Platz zum Konstruieren und Bauen. Der Platz an den Tischen wird für die verschiedensten Spielmöglichkeiten genutzt.

Intensivraum mit Kreativbereich.

1.7 Regelungen
Anmelde- und Aufnahmemodus
Jeweils ab dem 1. September und dem 1. Januar eines Betriebsjahres werden Kinder neu aufgenommen. Ausnahmefälle sind jedoch möglich.
Ansprechpartnerin ist die Leitung des Kindergartens.

Öffnungszeiten
Die Öffnungszeit deckt den Zeitraum von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr durchgehend ab.

Bring- und Abholzeiten
Zum Frühdienst werden die Kinder ab 7:00 Uhr in den Kindergarten gebracht.
Die reguläre Bringzeit beginnt ab 8:00 Uhr. Wir haben eine Kernzeit von 3- 4 Stunden, dies bedeutet, dass die ersten Kinder ab 11.45 Uhr abgeholt werden.
Die zweite Abholzeit beginnt um 13:45 Uhr und die letzte Abholzeit ist um 15:45 Uhr.
Die Abholzeiten sollten möglichst in 15 Minuten abgeschlossen sein.

Schließtage und Ferien

Infektionsschutz, Hygiene und Sicherheit
Mit den Aufnahmeunterlagen erhalten die Eltern eine Belehrung gemäß §34 Abs. 5 Satz 2 Infektionsschutzgesetz.

Ein Sicherheitsbeauftragter kontrolliert die Einrichtung in regelmäßigen Abständen.
Sicherheitsbeauftragte im Kindergarten ist Edith Pickel.
Elektrobeauftragte im Kindergarten ist Yvonne Schroll.
 

2. Pädagogisches Konzept
2.1 Pädagogische Grundhaltungen

Unser Bild vom Kind
Wir nehmen das Kind als Individuum, mit seiner eigenen Persönlichkeit, mit seinen Stärken und Schwächen an.
Damit sich das Kind zu einer selbständigen Persönlichkeit entwickeln kann, bieten wir die nötigen Rahmenbedingungen an und begleiten es auf seinem Weg.

Pädagogischer Ansatz
Wichtige Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist die Zugehörigkeit zu einer Kirchengemeinschaft und die Teilnahme am gemeindlichen Leben.
Im Umgang mit den Kindern berücksichtigen wir deren Bedürfnisse und Interessen.
Altersspezifische Unterschiede und individuellen Förderbedarf greifen wir auf und integrieren dies in unsere Arbeit.

Rolle und Selbstverständnis der Erzieher/in
Im Rahmen unserer Tätigkeit wollen wir die Kinder ein Stück ihres Lebensweges begleiten. Wichtig im Rahmen der Erziehung, Bildung und Betreuung ist die Art und Weise, wie wir unsere Arbeit ausführen, um die individuelle Selbständigkeit und das Selbstvertrauen der Kinder weiter zu entwickeln und ihre Fähigkeiten zu fördern.
Die Persönlichkeit der Kinder nehmen wir mit ihren jeweiligen Bedürfnissen und Interessen an. Wir sind Vorbilder im Handeln, Beobachter, Zuhörer und Vertrauenspersonen der Kinder.
Wir verstehen uns als familienergänzende Einrichtung, in der wir einen gemeinsamen Dialog zum Wohl des Kindes erreichen möchten.

Bedeutung von Spielen und Lernen
1 Kinder sind neugierig und wollen spielen. Alles wird schnell zum Spiel, was Kinder sehen und hören, fühlen und anfassen. Kinder wollen die Welt entdecken, verstehen, sich ihren Gesetzmäßigkeiten annähern und sich mit unbekannten Dingen vertraut machen. Das Spiel der Kinder ist von zentraler Bedeutung für die Entwicklung und Stärkung der Kompetenzen im emotionalen, sozialen, motorischen und im kognitiven Bereich.

1 http://www.komsu-kinder.de/bedeutungspiel.html Komsu e.V. Paul-Lincke-Ufer 12/13 10999 Berlin 

„SPIELEN IST LERNEN“

Die Freispielzeit nimmt einen großen Stellenwert in unserem Kindergarten ein, sie findet über einen längeren Zeitraum statt.

Während der Freispielzeit wählen die Kinder ihre Spielpartner selbst oder sie spielen für sich alleine. Die Kinder suchen in Eigenverantwortung den Spielort, Spielintensität und bestimmen die Spieldauer.

Die Freispielzeit ist so angelegt, das die Kinder genügend Zeit haben, ihre Kenntnisse, ihre Denkweise und ihre Aktivitätsbereitschaft auszubilden und erleben zu können.

Dies geschieht im Spielen, im Beisammensein und beim Miteinandertun. Bei diesen selbstgewählten Aktivitäten finden die Kinder ihre eigenen Fähigkeiten, üben Zusammenhänge und finden heraus, was ihnen Freude bereitet und gewinnen Selbstsicherheit.

In den Gruppenräumen finden die Kinder Möglichkeiten zum Malen und Basteln, für Rollenspiele, zum Singen, zum Bauen und Konstruieren, zum Erzählen und für Gespräche.

„Freispiel“ bedeutet nicht grenzenlose Freiheit. Da sind räumliche Grenzen (Gruppenraum, Puppenecke, Bauecke...), die Grenzen der anderen Kinder und des Personals, die das Miteinander regeln.

Wir sehen unsere Rolle in der Freispielzeit als Vorbild, Zuhörer, Tröster, Spiel- und Ansprechpartner, Streitschlichter, Vorleser und Anleiter. Wir gewähren den Kindern
den Spielraum, der ihnen die Freiheit gibt, Ausdruck und Gestaltungsmöglichkeiten selbst herauszufinden und geben ihnen die Starthilfe, die sie für ihre Eigenaktivität brauchen.

Beobachtungen, die wir in der Freispielzeit machen können, sind für uns als Erzieher sehr aufschlussreich und helfen uns, den Entwicklungsstand in den verschiedenen Bereichen fest zustellen.

Beteiligung von Kindern und Eltern
Im Rahmen der Partizipation sind wir dazu übergegangen, die Kinder an Entscheidungen zu beteiligen. Die Eltern können im Zuge der Elternumfrage ihre Meinung zu den Konzepten unserer Einrichtung kundtun. Sie sind über den Elternbeirat an allen wichtigen Entscheidungen beteiligt. Wir pflegen regen Kontakt und arbeiten in enger Verbundenheit mit den Eltern. Dies wird durch unsere kleine, fast familiäre Einrichtung sehr gestärkt.

Interkulturelle Pädagogik
In unserer pädagogischen Arbeit sind wir bemüht den Kindern die Welt und ihre interkulturelle Vielfalt zu vermitteln. Zur Zeit haben wir keine Kinder mit
Migrationshintergrund in unserer Einrichtung.

Integration
Mit dem Bezirk Mittelfranken haben wir eine Vereinbarung getroffen, die es uns ermöglicht, Kinder mit Handicaps in unserer Einrichtung aufzunehmen, soweit die
Rahmenbedingungen dies ermöglichen und wir den Kindern gerecht werden können.
Dies gilt ebenso für Kinder mit Migrationshintergrund.

Umgang mit Konflikten
In unserer pädagogischen Arbeit ist es uns ein großes Anliegen, Konflikte jeglicher Art durch Gespräche konstruktiv zu lösen.

Wenn Eltern mit einem Problem an uns herantreten, versuchen wir im Gespräch die Ursache des Problems zu benennen und besprechen eventuelle Maßnahmen oder Vorgehensweisen, um den Konflikt zu lösen.

Hilfreich zur Konfliktlösung sind: Rollenspiele, Sachbücher und Gesprächsrunden.

 

2.2 Ziele bei der Weiterentwicklung der Basiskompetenzen von Kindern

Personale Kompetenzen
Wir nehmen das Kind mit seinem ihm eigenen Wesen an und treten ihm mit Wertschätzung gegenüber.

Diese Wertschätzung, welche die Kinder erfahren, lässt ein positives Selbstkonzept wachsen, das sich auf Bereiche „Selbstvertrauen“ sowie „Akzeptanz und Toleranz sich und anderen gegenüber“ bezieht.

Durch ein vielfältiges Angebot an Spielmaterial und Spielmöglichkeiten wird die natürliche Neugier und Phantasie der Kinder geweckt. Sie lernen Vorlieben und Fähigkeiten beim Spielen kennen und die Kinder werden motiviert, diese Fähigkeiten zu erweitern und zu vertiefen.

Durch Wiederholungen werden die Wahrnehmung, das Denkvermögen, die Feinmotorik und die Konzentration gefördert.

Unsere Räume und der Garten sind so gestaltet, dass die Kinder genügend Platz und Möglichkeiten haben, ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben.

Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext

Das Wertekonzept basiert auf der Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche, hier in Trautskirchen ist die evangelischen Kirche prägend.

Wir leben den Kindern in unserer Gemeinschaft vor:

Lernmethodische Kompetenz
Lernen, wie man lernt….

Wichtig für die Bewältigung des Alltags sind viele praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten. Wir leisten in der Freispielzeit einen entscheidenden Beitrag zum
Lebenspraktischen Lernen.

Durch das große Angebot und die freie Auswahl des Spielmaterials wird die Neugierde der Kinder geweckt, sie arbeiten mit Freude, Spaß und sind kreativ.

Die Kinder haben die Möglichkeit mit allen Sinnen zu lernen und neues Wissen zu wiederholen, zu reflektieren. Das erlernte Wissen anzuwenden und auf andere Bereiche zu übertragen.

Wir, das pädagogische Personal, helfen durch Rückfragen und Reflektion das
Gelernte in Sprache zu fassen.

2.3 Bildungs- und Erziehungsziele für Kinder und ihre methodische Umsetzung

Die Bildungsbereiche sind Teil unserer täglichen Arbeit. Sie lassen sich nicht in einer Wochenstunde „lernen“, sondern finden im täglichen Miteinander statt.

Religiöse Bildung und Erziehung
Bei der religiösen Erziehung vermitteln wir den Kindern christliche Werte wie Nächstenliebe, Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit, Den-Anderen-Wertschätzen, Teilen, Geben….

Gebete und religiöse Lieder sind in unserem Tagesablauf integriert, so dass die Kinder erleben: Gott begleitet unser Leben täglich.

Durch das Erzählen und Aufarbeiten biblischer Geschichten (lesen, singen, bildlich darstellen und nachspielen) bringen wir den Kindern Gott ein Stück näher und versuchen, die Aussagen dieser Geschichten in unser tägliches Miteinander einwirken zu lassen.

Die Schöpfung, die Gott uns geschenkt hat, wollen wir in ihrer Gesamtheit kennenlernen, erfahren und wertschätzen, sie für uns und andere schützen und bewahren.

Die Kinder bringen sich als aktive Mitglieder der Kirchengemeinde ein und feiern zusammen mit der Gemeinde verschiedene Feste im Kirchenjahr, z.B. Erntedankfest, Weihnachten, Kinderabendmahl, Kirchengemeindefest, Familiengottesdienst und vieles mehr.

Emotionalität und soziale Beziehung
Die Kinder sollen befähigt werden, sich selbstbewusst in der Gruppe bewegen zu können.

Wir unterstützen sie in der Entwicklung ihrer Selbständigkeit und Persönlichkeit, vermitteln den Kindern Werte und Normen, zeigen und leben ihnen vor, wie man Konflikte gewaltfrei lösen kann.

Unser Ziel ist es, die Selbständigkeit und das Selbstvertrauen der Kinder so zu stärken, dass sie auf andere zugehen, mit anderen Kontakt aufnehmen und Freundschaften schließen können.

Im täglichen Miteinander - unterstützt durch Bilderbücher, Lieder, Geschichten und Spiele - sollen sich die Kinder ihrer eigenen Gefühle bewusst werden, sie benennen
können, sich trauen, diese auszuleben und schließlich auch bei anderen verstehen und akzeptieren.

Sprachliche Bildung und Förderung
Die Sprach- und Sprechfähigkeit ist eine zentrale Kompetenz für die geistige, soziale und emotionale Entwicklung des Kindes. Über Sprache erfolgt ein Großteil der Kommunikation. Für den Ausdruck und die Verarbeitung von Gefühlen, aber auch für den Erwerb von Wissen und das Denken selbst, ist die Sprache von entscheidender Bedeutung.

Wir fördern das Interesse der Kinder an Sprache im täglichen Miteinander z.B. durch:

Die Sprachförderung bei uns im Kindergarten verfolgt folgende Ziele:
Neugierde und Lust auf die Sprache zu wecken
Kinder sollen lernen, sich sprachlich mitzuteilen und sich sprachlich auszutauschen
Entwicklung vielfältiger nonverbaler Ausdrucksformen (Körpersprache, Mimik)
Kontinuierliche Erweiterung und Ausdifferenzierung von Wortschatz, Begriffsbildung, Lautbildung und Satzbau
Fähigkeit, Geschichten zu folgen, zu verstehen und wiederzugeben

Mathematische Bildung
Mathematisches Talent kann sich dann am besten entfalten, wenn Kinder frühzeitig Gelegenheit erhalten, mathematische Lernerfahrungen zu sammeln und dabei ihre Neigungen zu erproben.

Wir bieten den Kindern die Möglichkeiten, ihre vorhandene Neugier und ihren natürlichen Entdeckungsdrang im Umgang mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen, die für die Aneignung mathematischer Kenntnisse und Fähigkeiten wichtig sind, auszuleben.

Nahezu alles, was den Kindern im täglichen Leben begegnet, beinhaltet mathematische Aspekte – solche Situationen greifen wir bewusst auf, um die mathematische Bildung der Kinder zu erweitern.

Naturwissenschaftliche und Technische Bildung
Durch sinnliches Anregen wie Anfassen, Kneten, Pusten, Riechen, Schmecken, Fühlen, Hören, Sehen oder das Spielen, erhalten die Kinder erste Zugänge zu naturwissenschaftlichen und technischen Vorgängen.
Wir unterstützen die Experimentierfreude der Kinder mit gezielten Experimenten und Versuchen in den unterschiedlichsten Bereichen.
Unser ländliches Umfeld, der große Garten und die Waldtage bieten den Kindern die Möglichkeit, die Natur und ihre Zusammenhänge mit allen Sinnen zu erfahren und zu begreifen.
Die Waldtage im Frühling und im Herbst sind ein Highlight im Kindergartenjahr. Zum besseren Verständnis beschreiben wir hier den Ablauf eines Waldtages:
Mit viel Gepäck, auch ein wenig Abschiedsschmerz marschieren wir vom Treffpunkt los in Richtung Wald. Die großen Kinder sind voller Vorfreude und die jüngeren dagegen etwas aufgeregt.
Was erwartet uns im Wald? Ist es dunkel und finster? Was machen wir da eigentlich?
Für uns als ErzieherInnen ist es wunderbar zu erleben, wie die Kinder uns vertrauen, neugierig sind und mit uns das „Abenteuer Wald“ wagen.
Der Weg zum Wald ist beschwerlich, wir müssen unsere Rucksäcke tragen und es geht bergauf. Umso besser schmeckt uns dann der Vesper.
Wir sitzen alle auf mitgebrachten Decken und es ist so wie in unserem Waldlied beschrieben:
„Heute sind wie Gast im Wald, im grünen Zauberreiche.
Heute sind wir Gast im Wald, bei Tanne, Buche, Eiche.
Unser Haus hat viele Räume, unser Haus ist wunderschön.
Wände sind die guten Bäume, die im Kreise um uns stehen.
Heute sind wir Gast im Wald, wo wir viel entdecken.
Unter seinem grünen Dach spielen wir verstecken.“

achdem die Grenzen gekennzeichnet sind, ist die Abenteuerlust der Kinder geweckt und der Spaß beginnt.

Die Bewegung an der frischen Luft, das Klettern über Baumwurzeln, das Laufen bergauf und bergab – stolpern, hängen bleiben und hinfallen – und das Beschäftigen mit der Natur, lässt die Kinder die Grenzen ihrer eigenen Körperlichkeit erfahren.

Sie lernen ganzheitlich, das heißt mit allen Sinnen.

Damit den Kindern nichts passiert, gibt es feste Regeln, die mit den Kindern eingeübt werden. Die wichtigen davon lauten:

 

Waldtage im Herbst 2014
Die Kinder sammeln Naturmaterialien und gestalten sich ein Waldgärtchen

Umweltbildung und –erziehung
Unser weiträumig angelegter Gartenbereich mit Obst-, Laub- und Nadelbäumen, Sträuchern, Erde, Sand und Wiese schafft Raum, in dem die Kinder die Jahreszeiten und ihre Naturvorgänge, Wetterbedingungen und auch Tiere (Vögel, Schnecken, Würmer, Käfer…) kennen lernen und beobachten können.

Die Kinder haben die Möglichkeit, Natur mit allen Sinnen zu erleben.

Besonders intensiv geschieht dies im Herbst und im Frühjahr bei unseren Waldtagen. Wir besuchen einen nahe liegenden Wald und verbringen dort einige Vormittage.

Die Erziehungsarbeit unseres Kindergartens im Umweltbereich ermöglicht es den Kindern, durch Aktionen - Besuch eines Bauernhofes, einer Gärtnerei, des Wertstoffhofes - jeden Lernbereich durch aktives Erleben zu vertiefen.

Mülltrennung üben wir täglich im Kindergartenalltag durch Sortieren des anfallenden
Mülls.

Wir vermitteln den Kindern einen achtsamen Umgang mit unserer Umwelt und deren Lebewesen, denn der Schutz und die Erhaltung von Gottes Schöpfung ist uns sehr wichtig.

Medienbildung und –erziehung

Kinder wachsen von Geburt an mit Medien auf - Medien verstanden als Objekte zur Vermittlung von Informationen.
Die Kinder sollen einen sachgerechten, selbstbestimmten Umgang mit den Medien erlangen.
Zur Medienerziehung stehen uns folgende Mittel zur Verfügung:

Durch Rollenspiele, Bewegungsspiele und Malen verarbeiten die Kinder Erfahrungen, die sie außerhalb des Kindergartens machen.
Wichtig ist uns bei der Medienerziehung, dass die Kinder lernen, kritisch mit den Medien umzugehen.

Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung
Ziel der ästhetischen Erziehung in unserem Kindergarten ist es, durch den spielerischen Umgang mit vielen verschiedenen Materialien die Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder zu differenzieren und den Kindern den Spaß am eigenen Tun zu vermitteln.

Vom anfänglichem Experimentieren gelangen die Kinder allmählich zum planvollen, individuellen, kreativen Gestalten.

Zu diesem Zweck bieten wir den Kindern im Freispiel den Kreativtisch an, an welchem Kinder malen, kneten und basteln können. Zur Grundausstattung gehören Buntstifte, Wachsmalkreiden, Scheren, Papier, Kleber, Wolle, Knetgummi etc.

Dieses Angebot ist vom Alter der Kinder abhängig. Aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Kinder werden in den Kleinkindgruppen, Scheren nur unter Aufsicht und mit Anleitung angeboten. 

Musikalische Bildung und Erziehung
Musikalische Aktivitäten wie das gemeinsame Singen, rhythmisches Klatschen, Tanz- und Singspiele, Einsatz von Orff- und Körperinstrumenten finden nahezu täglich in den Gruppen statt.

Musikalische Erziehung fördert

Sie weckt und spricht Emotionen an.

Bewegungserziehung und Bewegungsförderung, Sport
„Bewegung ist das Urbedürfnis aller Kinder!“

Kinder nehmen sich und ihre Umwelt über ihren ganzen Körper war. Sie verarbeiten dadurch viel und drücken auch Gefühle über Bewegung aus.

Motorische Grunderfahrungen wie z.B. Klettern, Hüpfen und Springen sorgen dafür, dass das Gehirn und die Nervenbahnen verknüpft werden.

Angeleitete Bewegungs- und Rhythmikstunden, die einen festen Platz im Wochenplan haben, fördern die motorischen Fähigkeiten der Kinder. Durch gezielte Übungen, Aufgaben und Spiele trainieren wir die Koordinationsfähigkeit, die Bewegungssicherheit sowie das Gleichgewichtsgefühl. Wir trainieren mit den Kindern ihre Kräfte und Motorik.

Darüber hinaus entwickeln die Kinder Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten sowie Teamgeist.

Unsere Bewegungsstunden schließen auch Entspannungseinheiten ein z.B. Massagen oder Phantasiereisen, damit die Kinder zur Ruhe kommen.

Das freie Bewegen auf unserem großzügigen Kindergartengelände, das zu vielerlei Bewegungsmöglichkeiten einlädt, ist ein fester Bestandteil des Tagesablaufes.

Hier können die Kinder spielerisch ihre motorischen Fähigkeiten verbessern und sich nach Herzenslust „austoben“.

Damit wir nahezu täglich den Garten zum Spielen nutzen können, haben die Kinder im Kindergarten, Gummistiefel, Matschhose und Regenjacke.

Eine besondere Bedeutung nehmen in diesen Bereich die Waldtage ein.
(Siehe Naturwissenschaftliche Bildung)

Gesundheitserziehung
Ziel unsere Gesundheitserziehung ist es, Kindern einfache Kenntnisse über Körperpflege und Hygiene zu vermitteln.

Die Kinder sollen lernen, eigenverantwortlich mit ihrem Körper umzugehen, damit Krankheiten, die Gefahr von Unfällen und Verletzungen vermindert werden können.
 
Damit die Kinder windelfrei werden, unterstützen wir die Eltern und stehen im ständigen und begleiteten Austausch.

Besonders wichtig ist uns die gesunde Ernährung der Kinder, deshalb klären wir die Eltern auf und legen Wert auf ein gesundes Frühstuck im Kindergarten.

Unser Konzept des gemeinsamen Frühstücks hat sich bewährt.

Wir kaufen biologische, regionale Lebensmittel ein, sowie Obst und Gemüse der Saison.

Für die Einkäufe sammeln wir monatlich 3.-€ ein.

Die Kinder helfen bei den Vorbereitungen für das Frühstück - soweit dies möglich ist - mit und die größeren Kinder streichen ihre Brote natürlich selbst. Die Kinder frühstücken an diesem Tag gemeinsam in gemütlicher Runde.

Unser Frühstück, bedeutet gleich 4 Vorteile auf einmal:

  1. Sie brauchen an diesem Tag kein Vesper für Ihr Kind vorzubereiten (Getränk genügt).
  2. Wir müssen bei Ihrem Kind keine Überzeugungsarbeit leisten – bei uns schmeckt es immer.
  3. Speisen zubereiten macht natürlich auch Spaß!
  4. Gemeinsam schmeckt es einfach besser.

Unser Frühstücksplan:

  1. Freitag im Monat: Müsli mit frischem Obst
  2. Freitag im Monat: Vollkornbrot/-brötchen mit Belag
  3. Freitag im Monat: Joghurt-/ Quarkspeise mit Früchten
  4. Freitag im Monat: Wunschfrühstück der Kinder 

Gemüsesticks mit Kräuterquark

Anmerkung der Verfasser:
Kein Bildungsbereich steht für sich alleine, sie greifen ineinander und
verknüpfen sich.

2.4 Weiter Methoden der pädagogischen Arbeit
Tagesstruktur

Projektarbeit und Kinderkonferenzen
In unserer Einrichtung finden besondere Projekte im Vorschulbereich statt.

An einem festen Nachmittag in der Woche erarbeiten die Vorschulkinder Themen, Aufgaben und Erlebnisse.

Wir behandeln im Projekt verschiedene Themen und Bereiche, z.B. Naturerlebnisse, Hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Sporterlebnisse, Mathematischer Bereich sowie Phonologisches Bewusstsein und vieles mehr. Die Projektarbeiten dauern oft mehrere Wochen und zum Abschluss wird das Erarbeitete mit einem besonderen Ereignis – zum Beispiel dem“ Bleistiftführerschein“ – abgeschlossen.

Uns ist beim Arbeiten im Projekt besonders wichtig, dass die Kinder den Umgang in der Kleingruppe kennen lernen, dass jeder der Gruppe einzigartig und wichtig ist. Diese Gruppenangebote bereiten die Kinder auf die spätere Schulsituation vor.

Mahlzeiten
Mittagessen:
Die Kinder bringen ihr Mittagessen von zu Hause mit. Zur Kühlung des Mittagessens
steht ein separater Kühlschrank zur Verfügung.
Zu wärmende Speisen werden in der Mikrowelle erhitzt.
Die Kinder essen in ihrer jeweiligen Gruppe am gedeckten Tisch. Es ist uns wichtig,
das Mittagessen mit einem gemeinsamen Gebet zu beginnen.

Frühstücksangebot am Freitag:
Es ist uns wichtig, dass das Frühstück kindgerecht, abwechslungsreich und
schmackhaft ist. In Anlehnung an unseren Frühstücksplan kaufen wir regional,
saisonal und in Bioqualität ein.

Bei der Zubereitung des Frühstücks helfen die Kinder so weit als möglich mit.
Die Kinder entscheiden selbst, was und wie viel sie essen möchten.
Bei den Mahlzeiten üben die Kinder den Umgang mit dem Besteck.
Wir achten auf Tischmanieren, um den Kindern ein harmonisches
Gemeinschaftserlebnis zu vermitteln.

Ruhepausen
Die Kinder haben jederzeit die Möglichkeit, sich zurück zunehmen und in ruhigeren
Ecken und Bereichen etwas zur Ruhe zu kommen. Gerade die jüngeren Kinder
nehmen dieses Angebot gerne an, um neue Kraft zu schöpfen.

Spätestens zur Mittagszeit und nach dem Mittagessen gibt es eine gezielte ruhige
Phase, in der bei Bedarf auch die Möglichkeit zum Mittagsschlaf besteht. Die Kinder
spielen und beschäftigen sich ruhig am Tisch, später wird die Freispielzeit wieder
offener und sie können wieder aktiver werden. 

Gestaltung von Übergängen
Eingewöhnungszeit


Der Eintritt der Kinder in den Kindergarten stellt einen aufregenden Neubeginn dar. Die Eingewöhnungszeit ist eine wichtige und sensible Phase, in der sowohl Kinder als auch Eltern und das Personal Einfluss auf den Start in das Kindergartenleben nehmen.

Jedes Kind wird mit seinem eigenen Tempo angenommen, danach gestalten wir die Intensität und die Dauer der Eingewöhnungszeit. Wir machen die Eltern darauf aufmerksam, dass die Zeit der Eingewöhnung 3 bis 4 Wochen dauert.

Wir berücksichtigen - immer im Blick auf das Kind - familiäre und berufliche Umstände und finden einen passenden Kontext in steter Rücksprache mit den Eltern. Während der Eingewöhnung werden die Eltern und Kinder behutsam an den Tagesablauf der jeweiligen Gruppe, allgemeine Regelungen und Abläufe herangeführt.

Es ist genügend Zeit, um Fragen zu stellen, sich auch langsam auf die Ablösung der Eltern vorzubereiten und diese für alle annehmbar zu gestalten. Die Eltern werden sich nach und nach zurückziehen und die Kinder dem Personal übergeben.

Nach einiger Zeit kann das Kind dann den Tag ohne Eltern im Kindergarten verbringen.

Gruppenübertritt
Bedingt durch die Aufnahme ab dem zweiten Lebensjahr müssen die Kinder während ihrer Kindergartenzeit zweimal die Gruppen wechseln. Von Vorteil ist hier, dass wir eine relativ kleine Einrichtung sind und die Kinder sowohl die Räumlichkeiten als auch das Personal gut kennen. Der gruppenübergreifende Frühdienst, die gemeinsame Gartenzeit, die Vorbereitungen von Festen und Feiern und gemeinsame Aktionen begünstigen den Übergang in die neue Gruppe.

Der Übertritt verläuft fließend und wir bereiten die Kinder zum Ende eines Kindergartenjahres auf die neue Gruppensituation vor. Die Kinder besuchen zusammen ihre „neue Gruppe“, spielen zusammen, verbringen einen gewissen Zeitraum in der Gruppe und werden so behutsam an die neue Situation herangeführt.

Schulübertritt

Am Ende jeder Kindergartenzeit steht der Übertritt in die Schule. Hier kommt die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kindergarten und der Grundschule zum Tragen.
Ab dem 5. Lebensjahr werden die Kinder besonders auf den Schuleintritt vorbereitet.

Wenn es der Lehrplan der Schule erlaubt, gestaltet eine Lehrkraft wöchentlich eine schulvorbereitende Stunde mit den Kindern. Im Kindergarten werden ebenso Fertigkeiten, welche die Kinder bis zum Schuleintritt beherrschen sollten, erarbeitet und geübt. Zu Schulfesten und Veranstaltungen der Schulklassen werden die Vorschüler regelmäßig eingeladen und mit dem Schulbus abgeholt. Den Abschluss bildet die Teilnahme am Unterricht an einem Vormittag in der Grundschule. Durch die Besuche sind den Kindern die Räumlichkeiten und die Lehrkräfte vertraut und die Kinder freuen sich auf den neuen Lebensabschnitt.

Die Vorschulkinder folgten der Einladung zum Buchstabenfest und besuchten die Schule.

2.5 Beobachtungen und Dokumentation der kindlichen Entwicklung
In unserer Arbeit im Kindergarten müssen wir die Kinder in regelmäßigen Abständen beobachten und dazu einen jeweiligen Beobachtungsbogen ausfüllen.

Vom Staatsinstitut für Frühpädagogik sind uns zwei Beobachtungsbögen vorgeschrieben.

Perik - Positive Entwicklung im Kindergartenalltag
Mit dem Beobachtungsbogen Perik wird die sozial- emotionale Entwicklung von Kindern begleitet, beobachtet und unterstützt. Der Bogen zielt auf Kompetenzen, die für Kinder unmittelbar wichtig sind, im Sinne von Wohlbefinden und Zurechtkommen im Alltag des Kindergartens.

Der Aufbau des Bogens bezieht sich auf folgende Bereiche:

Seldak - Sprachentwicklung bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern
Mit Seldak wird die Sprachentwicklung vom 5. Lebensjahr bis zum Schuleintritt beobachtet und begleitet.

Der Bogen bewertet die sprachlichen Fähigkeiten des Kindes. Teil 1 bezieht sich auf unterschiedliche Formen sprachlicher Kommunikation. Zum Beispiel: Gesprächsrunden, Bilderbuchbetrachtungen, Vorlesen / Erzählen, Umgang mit Büchern, Kind als Erzähler und Sprachspiele.
Im zweiten Teil geht es um klar umschriebene sprachliche Fertigkeiten. Das Verstehen von Aufforderungen, Wortschatz, Grammatik, Dialekt, Sprechweise und Nachsprechen.
Seldak dient den aktuellen Stand der sprachlichen Entwicklung festzustellen und evtl. nötigen Förderbedarf zu erkennen.

Beobachtungsbogen - selbst erstellt für die Kleinkindarbeit
Mit diesem Bogen, welchen wir selbst zusammengestellt haben, beobachten und dokumentieren wir die Entwicklung der Kinder ab dem Kindergarteneintritt bis zum 4. Lebensjahr.

Er erfasst folgende Bereiche:
Soziale Entwicklung, Grobmotorik und Feinmotorik, Sprachentwicklung, Wahrnehmen und Denken.
Diese Bögen sind Grundlage für Entwicklungsgespräche mit den Eltern. Getroffene Absprachen werden schriftlich festgehalten.

2.6 Kinderschutz
§ 8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung


(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte einzuschätzen. Soweit der wirksame Schutz dieses Kindes oder dieses Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird, hat das Jugendamt die Erziehungsberechtigten sowie das Kind oder den Jugendlichen in die Gefährdungseinschätzung einzubeziehen und, sofern dies nach fachlicher Einschätzung erforderlich ist, sich dabei einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind und von seiner persönlichen Umgebung zu verschaffen. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Erziehungsberechtigten anzubieten.

(2) Hält das Jugendamt das Tätigwerden des Familiengerichts für erforderlich, so hat es das Gericht anzurufen; dies gilt auch, wenn die Erziehungsberechtigten nicht bereit oder in der Lage sind, bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos mitzuwirken. Besteht eine dringende Gefahr und kann die Entscheidung des Gerichts nicht abgewartet werden, so ist das Jugendamt verpflichtet, das Kind oder den Jugendlichen in Obhut zu nehmen.

(3) Soweit zur Abwendung der Gefährdung das Tätigwerden anderer Leistungsträger, der Einrichtungen der Gesundheitshilfe oder der Polizei notwendig ist, hat das Jugendamt auf die Inanspruchnahme durch die Erziehungsberechtigten hinzuwirken. Ist ein sofortiges Tätigwerden erforderlich und wirken die Personensorgeberechtigten oder die Erziehungsberechtigten nicht mit, so schaltet das Jugendamt die anderen zur Abwendung der Gefährdung zuständigen Stellen selbst ein.

(4) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass

1.deren Fachkräfte bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für die Gefährdung eines von ihnen betreuten Kindes oder Jugendlichen eine Gefährdungseinschätzung vornehmen,

2.bei der Gefährdungseinschätzung eine insoweit erfahrene Fachkraft beratend hinzugezogen wird sowie

3.die Erziehungsberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche in die Gefährdungseinschätzung einbezogen werden, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird.

In die Vereinbarung ist neben den Kriterien für die Qualifikation der beratend hinzuzuziehenden insoweit erfahrenen Fachkraft insbesondere die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte der Träger bei den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die Gefährdung nicht anders abgewendet werden kann.

(5) Werden einem örtlichen Träger gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen bekannt, so sind dem für die Gewährung von Leistungen zuständigen örtlichen Träger die Daten mitzuteilen, deren Kenntnis zur Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a erforderlich ist. Die Mitteilung soll im Rahmen eines Gespräches zwischen den Fachkräften der beiden örtlichen Träger erfolgen, an dem die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche beteiligt werden sollen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird.

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbviii/8a.html
ImpressumSteffen Wasmund
Stargarder Str. 59
10437 BerlinUSt-IdNr.: DE271326767

2.7 Partnerschaftliche Kooperationen mit Eltern
Wir möchten den Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder unterstützend, beratend und als Vermittler zur Seite stehen. Bei Erziehungsfragen und –problemen helfen wir gerne.

Als Bindeglied zwischen Elternschaft, Kirchengemeinde und Kindergartenteam steht der Elternbeirat. Er wird jährlich zum Beginn des Kindergartenjahres in geheimer Abstimmung von den Eltern gewählt. Der gewählte aktuelle Elternbeirat wird im Eingangsbereich des Kindergartens veröffentlicht, der Kommune und der Grundschule schriftlich mitgeteilt.

Die Elternarbeit beinhaltet:

Durch unsere Wochenpläne an den Gruppentüren bekommen die Eltern Einblick in unsere pädagogische Arbeit.

Tür- und Angelgespräche
Diese Art des Elterngesprächs dient zum täglichen Austausch, der frühzeitigen Aufnahme von Problemanzeichen und der Diskussion von Lösungsansätzen.

Entwicklungsgespräche
Wir sind verpflichtet, einmal jährlich die Eltern über den Entwicklungsstand ihres Kindes zu informieren. Dazu bieten wir Entwicklungsgespräche nach Vereinbarung und regelmäßige Elternsprechabende an.

Datenschutz
Alle Daten, die wir von den Eltern bekommen, werden vertraulich behandelt und unterliegen der Schweigepflicht. Eine Datenschutzerklärung ist Bestandteil des Betreuungsvertrages.

2.8 Partnerschaftliche Kooperationen mit anderen Einrichtungen 

Unser Kindergarten ist eingebettet in eine Vielzahl von Beziehungen, die wir pflegen und weiterentwickeln. Durch diese Beziehungen sind Weiterentwicklungen möglich und wir verhindern, „im eigenen Saft zu braten“.

Die politische Gemeinde Trautskirchen trägt denselben Anteil der Fördergelder wie der Freistaat Bayern. Ebenso werden Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten von der Gemeinde mitfinanziert. Bei Pflege-, Garten- und Transportarbeiten sind die Beschäftigten des Bauhofes unterstützend und sehr hilfreich tätig.

Ebensolche Unterstützung erfahren wir durch die örtlichen Vereine. Sie stellen uns an der Kirchweih eine Losbude zur Verfügung, helfen uns bei der Gestaltung von Festen und Feiern und nicht selten spenden sie den Überschuss ihrer Veranstaltungen an uns.

Der Kirchengemeinde, vertreten durch Pfarrer Dr. Hermann Ruttmann, obliegt die Trägerschaft unseres Kindergartens. Pfarrer Ruttmann ist in erster Linie unser Ansprechpartner für alle Belange unserer Arbeit, die Damen und Herren des Kirchenvorstandes beraten und tragen Entscheidungen, welche den Kindergarten betreffen, mit. Mit allen arbeiten wir sehr gut zusammen, dies zeigt sich besonders auch bei gemeinsamen Gottesdiensten und Festen.

Mit der Regierung von Mittelfranken haben wir eine Vereinbarung geschlossen, die es uns erlaubt, Kinder mit Handicap in unserer Einrichtung aufzunehmen und zu betreuen. Somit wird in unserem Kindergarten Inklusion ermöglicht.

Das Landratsamt Neustadt/ Aisch ist für unseren Kindergarten die zuständige Aufsichtsbehörde. Die Betriebserlaubnis wird vom Landratsamt geprüft und erstellt, ebenso können durch das Amt jederzeit alle förderrelevanten Daten geprüft werden.
Eine dem Landratsamt zugehörige Behörde, ist das Jugendamt; mit ihm arbeiten wir zusammen, wenn Kinder und Familien besondere Hilfe benötigen.

Das Gesundheitsamt, ebenso dem Landratsamt zugehörig, ist zuständig für die Untersuchungen der Kinder, welche eingeschult werden sollen. Sehr infektiöse Erkrankungen, welche im Kindergartenbereich auftreten, müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

Der Elternbeirat wird für jedes Kindergartenjahr neu gewählt. Die gewählten Damen und Herren sind Sprecher der Elternschaft und stellen das Bindeglied zwischen Eltern, Personal und Träger dar. Zur Förderung der gemeinsamen Zusammenarbeit wird der Elternbeirat insbesondere über die Jahresplanung, die Personalausstattung, die Planung und Gestaltung von Informationsveranstaltung und über die Öffnungs- und Schließzeiten informiert. Der Elternbeirat hat z.B. auch diese Konzeption als erstes beraten und unterstützt. Die Mitglieder des Elternbeirates unterstützen uns sehr bei der Durchführung aller Aktionen.

Beratungs- und Therapiestellen sind Ansprechpartner für Eltern und Erzieher, wenn Kinder eine besondere Förderung, wie zum Beispiel Ergotherapie, Logopädie oder Frühförderung unterstützend benötigen. Solche Therapiestunden werden auch im Kindergarten durchgeführt und wir stellen dazu Räumlichkeiten zur Verfügung.

Mit der Grundschule Neuhof/ Zenn arbeiten wir sehr eng zusammen. Es findet jährlich ein Treffen statt, bei dem Änderungen und Anforderungen besprochen werden, welche die Einschulung betreffen. Im letzten Kindergartenjahr werden die „neuen Schulkinder“ mehrmals zu Projekten, Feiern, Theatervorführungen und zum Schnupperunterricht eingeladen.

Der Diakonieverein Trautskirchen unterstützt den Kindergarten seit 2013 jährlich mit einer Summe von 3000 €. Dieses Geld wurde eingesetzt, um Randzeiten mit Personal abzudecken und ab September 2015 kann eine Vorpraktikantin im Sozialpädagogischen Seminar mitfinanziert werden.

Ausbildungsinstitutionen wie das Berufsbildungszentrum Scheinfeld, Neuendettelsau, Höchstadt/ Aisch sind unsere Partner bei der Ausbildung von Praktikanten.

Einmal jährlich besucht unseren Kindergarten die Verkehrsbeauftragte der Polizeidienststelle Bad Windsheim. Sie bespricht und übt praktisch mit den Kindern das Verhalten im Straßenverkehr. Für Elternabende zum Thema Verkehrssicherheit ist sie unser Ansprechpartner.

Die Musikpädagogin Anke Lechner bietet im Kindergarten musikalische Kurse für Kinder ab 3 Jahren an. Die Kosten der Kurse zahlen die Eltern privat. Der Kindergarten stellt dazu kostenlos den Turnraum zur Verfügung.

3.Qualitätssicherung
Um den Bedürfnissen der Eltern entgegen zu kommen, wird jährliche eine Elternbefragung durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage werden im Team und gegeben falls mit dem Träger und dem Elternbeirat diskutiert und fließen in die Arbeit ein.

In regelmäßigen Elternbeiratssitzungen werden Aktionen reflektiert, Wünsche und Anträge der Elternschaft beraten und besprochen.

In den wöchentlichen Teamsitzungen finden die Planung und die Erarbeitung von Konzepten und Zielen statt. Sie dienen dem Beobachtungsaustausch innerhalb des Kindergartens. Einzelfallbesprechungen und evtl. Förderbedarf und Handlungsbedarf werden gemeinsamen Teambesprechungen ausdiskutiert.

Jedes Teammitglied hat Anspruch auf Fortbildung und versucht diese auch wahrzunehmen.

Auf der Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde, in Gemeindebrief und Amtsblatt berichten wir über unsere Aktivitäten, Feste und Veranstaltungen.

4. Schlusswort
Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Trautskirchen ist die Trägerin des evangelischen Kindergartens. Dies hat eine lange Tradition und hat einen großen Rückhalt bei den Kirchenmitgliedern und in der Trautskirchener Bürgerschaft. Das ist gut so und das wird auch so bleiben.

Wir ermöglichen unseren Kindern ein Aufwachsen in einer funktionierenden Dorfgemeinschaft, die natürlich auch von der Kirche geprägt ist. Es sind oftmals Jahrgangsgruppen von Kindern und Eltern, die gemeinsam in der Krabbelgruppe der Gemeinde beginnen und dann über den Kindergarten nicht selten bei den Kindergottesdiensten und in den Schulklassen weitergeht. Diese Einbettung unserer Kindergartenzeit ist uns wichtig, denn es geht uns um die Kinder – aber auch um die Begleitung der Eltern.

Dies ist auch umso wichtiger, als die religiöse Begleitung der Kindesentwicklung nicht von allen Eltern zu Hause geleistet werden kann. Rituale, an denen Kinder die Wertigkeit des Lebens lernen, sind oft leichter in der Gemeinschaft als zu Hause im kleinen Kreis. Zumal diese Rituale, wie Tischgebet, erklärt und auch eingeübt werden müssen. Hierzu dient auch unser Freiluftgottesdienst zum Maifest oder Kindergartenfest, an Himmelfahrt, wenn wir Gastgeber des Gottesdienstes sind, sowie am Familiengottesdienst am Erntedankfest, an dem die ganze Gemeinde gemeinsam mit den Kindern feiert und auch ihre Beiträge aufnimmt. Nicht zuletzt ist das Kinderabendmahl am Gründonnerstag dazu geeignet, den Osterzyklus im Kindergarten erfahrbar und sogar schmeckbar zu machen. Die Begleitung des Kirchenjahres durch das Team im Kindergarten ist eine wertvolle Einübung von Zeit und Rhythmen.

Wir haben mit unserem Kindergarten in Trautskirchen großes Glück: Wir haben ein großes Gelände, wir haben Platz, wir haben ein Team, das mitzieht und Initiative ergreift und wir haben Eltern, die unterstützen und helfen. Die Los- und Verkaufsbuden beim Weihnachtsmarkt und bei der Kirchweih sind dafür ein gutes Zeichen. Ich danke im Namen der Kirchengemeinde allen, die dieses Klima im Kindergarten und Trautskirchen hegen und pflegen!

Wir haben einen Diakonieverein in Trautskirchen, der jährlich einen Zuschuss zu den Personalkosten leistet, um eine wesentlich bessere Personalausstattung zu ermöglichen, als durch Kommune und Staat refinanziert wird. Hierdurch ist es möglich, die Personalstunden zu erhöhen und gleichzeitig die Elternbeiträge stabil zu halten. Deshalb werben wir auch für eine Mitgliedschaft im Diakonieverein, als kleines „Dankeschön!“ für diese wertvolle Unterstützung.

Dem Team gilt mein besonderer Dank: Die Verankerung der Teammitglieder in der Trautskirchener Kirchengemeinde ist für mich vorbildlich. Das Klima zwischen Träger und Team ist ausgesprochen entspannt und drückt sich auch im Miteinander mit dem Elternbeirat aus. Nicht zuletzt ist niedrige Krankheitsquote ein Beleg dafür, dass unsere Kinder ohne unterschwellige Spannungen im Kindergarten aufwachsen und sich entwickeln können. Ich bin guten Mutes, dass wir auch in der sich immer wieder verändernden – und erweiternden – Zusammensetzung des Teams dieses gute Klima und Miteinander pflegen werden.

Dr. Hermann Ruttmann

5. Impressum
Evang.- Luth. Kindergarten Trautskirchen
Rathausplatz 3
90619 Trautskirchen
Telefon 09107/ 564
kita(dot)trautskirchen(at)t-online(dot)de

Leiterin: Edith Pickel

Gestaltung und Ausführung:
Edith Pickel
Yvonne Schroll
Michael Hecht
Daniela Stroehl
Karin Lieret
Monika Blümlein

Fürs Pfarramt:
Ulrike Hübner
Hermann Ruttmann

6. Anhang
Konzeption als PDF-Datei zum downloaden